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Molekularbiologisches Labor

  Aktuelle Projekte
Faktor VIII: Struktur und Funktion


Ein Fehlen oder eine Funktionsstörung des Gerinnungsfaktors VIII (FVIII) ist die Ursache der Hämophilie A. Die Therapie erfolgt durch Substitution von FVIII-haltigen Konzentraten, die entweder aus dem Plasma von Blutspendern oder gentechnologisch hergestellt werden. Wir versuchen, durch gezielte Veränderungen im FVIII-Molekül dessen Aktivität und Wirkdauer zu verbessern, um einen Beitrag zur Verbesserung der Substitutionstherapie zu leisten.

 

Mitarbeiter: Dr. A. Tiede, S. Horter, E. Siggelkow


Inhibitoren

Inhibitoren gegen FVIII entstehen bei Patienten mit angeborener Hämophilie, wenn der substituierte Gerinnungsfaktor vom Immunsystem als "fremd" erkannt wird. Dies geschieht in etwa 15 bis 20 % der Patienten, während die anderen Patienten den zugeführten Faktor offenbar nicht als "fremd" erkennen. Zur Erforschung der grundlegenden Regulationsmechanismen, die für diese unterschiedlichen Reaktionsweisen des Immunsystems verantwortlich sind, wird das Mausmodell der Hämophilie A verwendet. Die hier erzielten Resultate zeigen neue Wege für die Vorhersage der Inhibitorenbildung bei Patienten sowie für potentielle neue Therapieverfahren.

 

Mitarbeiter: Dr. A. Tiede, Dr. K. Kalippke, Dr. S. Werwitzke, S. Horter